"Tag des Zorns", 1983, 16mm, Farbe, Länge ca 10 min,

Buch und Regie: Thomas Freundner, Zoltan Spirandelli, Ralf Weißleder.
Da der Film bisher nicht abgetastet wurde, kann ich hier nur ein Szenenfoto wiedergeben. Claudia Fink und ihr Spielpartner tanzen in einer Traumsequenz zum titelgebenden "dies irae" aus Verdis Requiem.
"Tag des Zorns" war für Thomas Freundner, Ralf Weißleder und mich die überhaupt allererste Begegnung mit dem Medium Film. Ich war 1983 noch Student an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg und studierte Opernregie bei Götz Friedrich. Da ich als praktische Diplomarbeit einen Film zu Alban Bergs "Lulu" machen wollte, habe ich mich als Schwarzhörer in einen Filmkurs von Prof. Rüdiger Neumann an der Hochschule für bildende Kunst eingeschlichen. Freundner und Weißleder waren dort als ordentliche Studenten im Fach "Visuelle Kommunikation" eingeschrieben.

Das Filmseminar bei Rüdiger Neuman lief so ab, dass er uns in der ersten Stunde die Bedienung der Kamera (Arri St, 16mm)  und des Belichtungsmessers (Sekonic) erklärte, in der zweiten Stunde das Tonbandgerät (Uher) und das Mikrophon (Sennheiser), und in der dritten Stunde den Schneidetisch (Steenbeck) und den Projektor (Bauer). Dann bekamen wir eine handvoll 16mm Tageslichspulen und die Geräte ausgehändigt und wurden aufgefordert Gruppen zu bilden und einen Film zu drehen.